• Ich steh´ auf Design

    by  • 15. März 2013 • Kunst und Design • 0 Comments

    Hier eine Designer-Uhr, dort ein Designer-Sofa und über dem Design-Tisch eine Design-Lampe. Gegenstände und Geräte

    Designer-Moebel

    by Vilseskogen

    aller Art werden heute gerne als Design-Objekte bezeichnet. Während der eine damit das kostspielige Markenprodukt meint, ist der Begriff Design für den anderen eng mit Künstlerischem, oft auch Buntem und Schrägen verbunden. Für den dritten mag Design etwas Überflüssiges sein, auf das er gut und gerne verzichten kann. Letzteres erweist sich als schwierig, nimmt man den Begriff einmal genauer unter die Lupe. Im 16. Jahrhundert wurde dieser von Giorgio Vasari erstmals verwendet. Der italienische Architekt sprach von „Disegno“, worunter man die künstlerische Idee eines Werkes, eine Zeichnung oder Skizze verstand.

    Design ist also keine Eigenschaft, die bestimmten Objekten zugeschrieben wird und diesen vorbehalten ist, sondern umschreibt zunächst ein Konzept, welches grundsätzlich der Herstellung eines jeden Dings vorausgeht. Insofern gibt es nichts, das nicht designt ist – und das Voranstellen des „Design“ vor all jene Objekte, die sich irgendwie den Kategorien des Künstlerischen und Kreativen oder des Teuren zuordnen lassen, ist schnell ad absurdum geführt.

    Design im Trend und überall

    Aber Design betrifft nicht nur das konkret Greifbare, sondern tangiert gleichfalls viele Lebensbereiche und Gesellschaftsschichten der heutigen Zeit. Wie wir wohnen, was wir kochen, wo wir unseren Kaffee trinken und was wir schenken – alles ist irgendwie „durchgestylt“, will kreativ und innovativ wirken. Von dem US-amerikanischen Designer und Architekten George Nelson, der als einer der bedeutendsten Designtheoretiker der USA gilt,  stammt die Aussage: „Design ist eine Antwort auf soziale Veränderungen.“ So entstehen besondere Lifestyles, die sowohl die Erscheinung eines Menschen als auch seine Verhaltensweisen und Freizeitgewohnheiten einschließen. Neben Hippies, Punks und Emos, Yuppies und Dinkis treten heute beispielsweise die Lohas. Abgekürzt wird damit der „Lifestyle of Health and Sustainability“, der vor allem das ethisch korrekte Einkaufen in den Vordergrund stellt. Mittlerweile ist der Lohas „Öko-Bohème“ geworden und zum Trendsetter aufgestiegen. War öko einst mehr „oll“, verleiht der bewusste Lebensstil dem Menschen heute „Coolness“ und stellt ihn in ein gutes Licht. So kann´s gehen und wir sind gespannt, was noch kommt.

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