• Der Computerspieltrieb für die Straße

    by  • 13. Januar 2014 • Sport und Freizeit • 0 Comments

    Ob Computerspiele-Fan oder –Gegner, es lässt sich nicht leugnen, dass die virtuellen Spielwelten längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, wie so manch ein Politiker ja auch gern von seiner Partei behauptet. Die Umsätze der gewaltigen Industrie steigen unaufhörlich und die digitale Gamification ist längst auch zum Zauberwort für Bildungseinrichtungen und Unternehmen geworden.

    Jetzt scheint allmählich die Zeit angebrochen zu sein, dass die ‚Videospiele‘ auch die realen Straßen dieser Welt erobern. Der Internetriese Google macht es relativ erfolgreich mit seinem Augmented-Reality-Spiel (kurz: AR-Game) Ingress vor und Dustcloud vom gleichnamigen Kickstarter-Unternehmen macht es direkt nach.

    Schritt Eins: Googles Ingress

    Doch wovon ist genau die Rede? Fangen wir bei der Erklärung mit dem Google-Spiel Ingress an, das kostenlos bei Google play bezogen werden kann. Es geht darum, die reale Welt mit einer virtuellen Spielwelt zu verknüpfen und dazu insbesondere modernste Smartphone-Technologie zum Zuge kommen zu lassen.

    Spielen lässt sich schon lange auf Mobilfunktelefonen, auch hier hat sich ein bemerkenswerter monetärer Markt entwickelt, doch erst mit den Smartphones kamen interaktive und Community reiche Spiele so richtig in Fahrt. Ingress lässt Sie eintauchen in ein globales Netzwerk aus Geheimnissen, Verwicklungen und Machtkämpfen, in der Wissenschaftler eine ominöse bis dato unbekannte Energie entdeckt haben, die nun insbesondere zwei Fraktionen zu kontrollieren beabsichtigen – die „Erleuchteten“ und der „Widerstand“.

    Die einen wollen die neue Energiequelle zum ‚Wohle‘ der Menschheit nutzen, die anderen uns alle davor bewahren. Das Spielfeld ist schlicht und einfach die reale Welt selber. Über Ihr Smartphone, auf dem Sie das Spiel installiert haben, orten Sie diese geheimnisvollen Energiequellen und können sich – um es mit den einfachen Worten eines Kindes zu sagen – „ganz in echt jetzt“ zu diesen hinbegeben und damit interagieren.

    Im Netz wiederum stoßen Sie immer wieder auf kryptische Hinweise und bekommen geheime Codes zugespielt. Klingt alles etwas seltsam? Soll es auch! Nichtsdestotrotz, das Interesse der Spielbegeisterten ist nicht gering. Hier der offizielle Trailer zum Spiel:

    Schritt Zwei: Dustcloud

    Doch warum (bis jetzt) so passiv wie bei Ingress? Orten, laufen, scannen etc. – das geht doch noch interaktiver mit der Realität selber! Auch bei Dustcloud geht es darum, eine virtuelle Spielwelt mit der Wirklichkeit möglichst gut zu verknüpfen. Hier aber sind die Interaktionspunkte keine ominösen Energiequellen, sondern echte Menschen. Ausgestattet mit einem sogenannten Duster, einer harmlosen Radiostrahlen verschießenden Handfeuerwaffe, die ein wenig an Star Trek erinnert, sowie einer entsprechenden App sucht und findet der Spieler Gleichgesinnte, um sich mit ihnen entweder im Duell zu messen oder um sich mit ihnen gegen wiederum andere zu verbünden.

    Hier geht es im Prinzip darum sich in einer Bestenliste nach oben zu arbeiten und zu einem echten ‚Dustman‘ zu werden, einem virtuell-realen Revolverhelden, wenn man so will. Die Straße wird zum Spielplatz für Möchtegernagenten. Die erste elektronische Munition in Form von Speks gibt es beim Kauf einer Waffe dazu, spätere kann käuflich erworben oder aber durch den Abschuss von Gegnern errungen werden. Auch hier einfach mal den offiziellen Trailer ansehen:

    Schritt Drei: Die Straße wird das neue Spielfeld für Videospiele!

    Zugegeben, der Titel ist etwas plakativ, aber deshalb nicht weniger korrekt, wenn die vorgestellten Spiele und ähnliche sich zu einem echten Massenphänomen entwickeln. Dass sie das tun werden – nun, das liegt zumindest mal im Bereich des Möglichen. Wir Menschen spielen gerne – es ist mit anderen Worten: menschlich – und neuen Technologien finden nicht nur immer mehr Verbreitung, sondern auch immer neuere Integrationsmöglichkeiten der ‚Virtualität‘. Ein letztes Beispiel hierzu vielleicht noch: Mit den zusätzlichen Funktionen, die bspw. Google-Glass dem eigenen oder auch anderen AR-Games bieten könnte, dürfte die Verbreitung solcher Spiele noch signifikant ansteigen.

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