• Auf in den Park: Spiel-Ideen für die schönen Jahreszeiten

    by  • 31. Mai 2013 • Sport und Freizeit • 0 Comments

    Slackline - Freizeit im ParkHurra, der Lenz ist da. Endlich lädt das Frühlingswetter wieder dazu ein, freie Zeit draußen im Park zu verbringen. Und damit es dort nicht langweilig wird, gibt es eine Menge Ideen, den Körper unter freiem Himmel fit zu halten. Fußball, Federball und Frisbee sind die Klassiker von gestern – Kubb, Jugger und Slacklining die Spielformen von heute. Noch nie gehört? Na, dann wird’s Zeit.

    Schach für gefühlvolle Wikinger

    Bestimmt hast du dich im Park schon einmal über diese komischen Holzklötzer gewundert, die so viel potentielle Liegefläche einnehmen. Es handelt bei den Formationen jeweils um ein Kubb-Feld, das Grundlage für einen skandinavischen Präzisionssport ist, der hierzulande auch Wikingerschach genannt wird. Und so einfach funktioniert das Spiel:
    Auf jeder Mannschaftsseite befinden sich auf einer Linie fünf Klötzer, die die gegnerische Mannschaft mit Stäben versucht abzuwerfen. Ist dies gelungen, darf der König in der Mitte angegriffen werden. Klingt im ersten Moment einfach, doch gibt es noch einige Kniffe, die am besten Learning-by-Doing angeeignet werden. Bei Kubb brauch man vor allem zweierlei: ein ruhiges Händchen und die richtige Wurflänge. Mit Gewalt geht hier nämlich nichts. Inzwischen gibt es sogar eine Weltmeisterschaft, die in Schweden ausgetragen wird.

    Fang den Hundeschädel!

    Den wohl ungewöhnlichsten Spielball benutzen Anhänger einer australischen Sportart, die sich aus Liebe zu einem Trash-Film entwickelt hat. Beim Jugger wird versucht, ein künstlichen Hundeschädel in ein Loch zu bugsieren. Um das zu verhindern, bekämpfen sich die beiden Teams mit Ketten und Stäben (die „Pompfen“). Zur Abwehr haben sie Schilder. Doch keine Sorge: die Gladiatoren-Ausrüstung ist gut gepolstert und ist weniger martialisch als sie klingt.
    Macht es aber „pompf“ und ein Gegner wird getroffen, muss der Spieler für eine Weile in der Position verharren, so dass sich der Träger des Hundeschädels ohne Gegenwehr dem Loch nähern kann. Gespielt wird überall, wo ein 20x30m großes Spielfeld improvisiert werden kann.

    Nicht das Gleichgewicht verlieren

    Um von einer Slackline nicht herunterzufallen, braucht es so einige Übung. Eine Slackline ist ein Schlauch- oder Gurtband, das zwischen zwei Punkten – im Park halten dafür meist zwei Bäume her – gespannt wird. Im Unterschied zu einem Hochseil hängt das Band herunter und ist schlaff, wenn der Balancekünstler das Seil besteigt. Das hat seine Tücken: es steht sich extrem unruhig auf dem Seil, so dass sich die Versuchsperson in einer permanenten Ausgleichsbewegung befindet.
    Die Slackline ist das perfekte Instrument, um den Gleichgewichtssinn zu schulen. Das wissen nicht nur Hobbysportler, sondern auch professionelle Skifahrer, Kletterer oder Snowboarder, die mit dieser einfachen Methode ihre Balance verbessern. Der Slackliner selbst bezeichnet sich ungern als Artist. Er betreibt die Sportart zum reinen Selbstzweck und nutzt das Seil nicht als Grundlage für weitere Kabinettstückchen aus dem Zirkus-Repertoire.

    photo by: FullofTravel

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